Auf meinem persönlichen Blog schreibe ich über alles, was mein Herz bewegt. Ich teile meine Gedanken und auch meine Fragen, die ich so oft hilfreicher finde, als schlaue Antworten. Weil mich so viel interessiert und bewegt, wirst du hier auch nicht nur EIN Thema finden. Mir wurde oft gesagt, ich muss mich auf eine einzige Richtung festlegen, doch dafür ist mir das Denken viel zu schön. Die Hauptthemen drehen sich um das persönliche Wachstum, starke Familien und Gedanken rund um den Glauben. Nimm dir gern mit, was du brauchst und lass das andere sein!

Der Blog ist gerade am Entstehen und Wachsen – findest du auch, dass Neuanfänge viel Zauber und gleichzeitig dieses Unwohlsein mitbringen, dass man scheitern könnte? Nun habe ich diesen Schritt gewagt und ich freue mich sehr, wenn auch du dich traust und deine Überlegungen in den Kommentaren teilst!

Die neuesten Beiträge:

  • ~ Prioritäten ~

    Es geht weiter in der Serie zu dem Buch von Stephen R. Covey. Auch dieses Kapitel hat mich in vielen Gedanken abgeholt und bestärkt – der 3.Weg: Das Wichtigste zuerst tun.  

    Klingt logisch, die Umsetzung sieht im Alltag allerdings meist deutlich anders aus. Denn das Wichtigste drängt sich weniger auf, als viele unwichtigere Kleinigkeiten.

    Am besten, du beginnst damit, zu notieren, was euch persönlich als Familie am Wichtigsten ist. Als nächstes womit ihr im Alltag tatsächlich eure Zeit verbringt. In den meisten Fällen stimmen die beiden Listen nicht überein!

    • Was ist uns am Wichtigsten?
    • Womit verbringen wir unsere Zeit?

    Wöchentliche Familienzeiten sind eine stark pro-aktive Antwort auf die Herausforderungen, vor denen Eltern heute stehen. Sie sind eine sehr praktische Methode, um der Familie Priorität einzuräumen. Allein die zeitliche Fixierung im Terminplan zeigt den Kindern, wie wichtig die Familie ist. Die Treffen füllen die emotionalen Beziehungskonten, stärken den Zusammenhalt und helfen uns, ein Sicherheitsnetz für unsere Familie aufzuspannen. Hilfreich dafür ist ein Familien – Wand – Kalender, den man gemeinsam füllt und allen Familienmitgliedern eine gute Übersicht bietet, was im Leben der anderen gerade los ist.

    Die vier Hauptfaktoren einer erfolgreichen Familienzeit sind: Planen, Problemlösen, Lehren und gemeinsam Spaß haben. Zu Beginn könnt ihr den Kalender für die kommende Woche durchgehen und besprechen, was ansteht. Familienrat halten über aktuelle Probleme und Schwierigkeiten und darüber gemeinsame Entscheidungen treffen. Lehren, was den Eltern wichtig ist, weiterzugeben (kurz und knackig!) Spaß haben – dazu gehören die verschiedensten Aktivitäten von Spielen, Ausflügen, gutem Essen,…der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    Zusätzlich zur gemeinsamen Familienzeit, braucht es auch fixe Zeiten, die wir mit einzelnen Mitgliedern der Familie allein verbringen. Hier bekommt der andere ungeteilte Aufmerksamkeit und darf absolut im Mittelpunkt stehen. Diese Zeiten bieten eine großartige Gelegenheit für enge Bindung und tiefe Gespräche. Es liegt an uns, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, in der sich der andere öffnen kann und ganz da sein darf. Der andere fühlt sich wirklich gesehen und wahrgenommen. Besonders bei der Zeit zu zweit mit den Kindern, dürft ihr sie unbedingt in die Planung miteinbeziehen. Wenn möglich, darf sich das Kind auch wünschen, was es mit Mama oder Papa erleben möchte!

    Dies gilt nicht nur für die Kinder, sondern vor allem auch für unseren Partner! Vor allem in den verrückten Jahren der Kleinkindphase, brauchen wir auch Zeiten für uns als Paar. Dafür lohnt es sich, kinderfreie Zeiten zu nutzen oder bewusst zu schaffen. Wir sind oft verlockt, unsere Paarzeit auf später zu verschieben. Selbst wenn es notwendig ist, in einen Babysitter zu investieren, weil keine Großeltern oder sonstige Verwandten in der Nähe sind, ist es das allemal wert. Es ist eine Investition in die Zukunft und hilft uns, als Paar ein gutes Team zu sein. Es braucht Zeiten, wo wir nur an uns denken, uns auch etwas Gutes gönnen und gemeinsam genießen!

    • Wo können wir Zeit zu zweit einplanen?
    • Was machen wir gerne gemeinsam?

    Ein praktisches Beispiel, das die Wichtigkeit guter Planung deutlich darstellt:

    Auf einem Tisch steht ein großes Glasgefäß, das fast randvoll mit Kieselsteinen gefüllt ist. Daneben liegen mehrere faustgroße Steine. Das Gefäß symbolisiert die nächste Woche. Die Kieselsteine stehen für alles, was ihr normalerweise macht. Die großen Steine sind Familienzeit, Zeit zu zweit und andere Dinge, die euch wirklich wichtig sind wie zum Beispiel eine Gebetszeit, Sport, Arbeit am Familienleitbild, Hobbies der einzelnen Mitglieder,… . Die großen Steine sind besonders schwer im Zeitplan unterzubringen, weil sie oft nicht so dringend sind wie Einkauf, Arbeit oder Ähnliches. Es gelingt nicht, alle großen Steine nach den Kieselsteinen in das Gefäß zu stopfen. Wenn ihr aber die Kieselsteine ausleert, die großen Steine einfüllt und danach die Kieselsteine wieder hinein leert, hat viel mehr Platz. Es lohnt sich, diesen Versuch auch tatsächlich mit den Kindern durchzuführen, um zu veranschaulichen, warum eine gute Wochenplanung für die Familie wichtig ist. Es gilt, zuerst die großen Steine fix im Terminplan einzutragen und danach die vielen kleinen Dinge des Alltags rundherum anzuordnen. So könnt ihr es schaffen, den wirklich wichtigen Punkten des Lebens genug Zeit einzuräumen.

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    Quelle: Die 7 Wege zur Effektivität für starke Familen, Stephen R. Covey

  • ~ Familienleitbild ~

    Die Beitragsreihe zum Buch von Stephen R. Covey setzt sich fort mit dem 2. Weg: „Schon am Anfang das Ende im Sinn haben“.  Auch in diesem Kapitel konnte ich viele Schätze entdecken, die ich heute mir dir teilen möchte.

    Als Familie dürfen wir unsere Zukunft bewusst und zielgerichtet gestalten. Als Schlüssel dazu beschreibt der Autor vor allem konkrete Ziele und klare Visionen. Visionen sind ungeheuer stark! Sie sind die Kraft, die erfolgreiche Menschen und Organisationen antreibt. Visionen geben uns die nötige Zielstrebigkeit, um das, was uns am wichtigsten ist, zur Grundlage unseres Handelns zu machen.

    In der Familie lässt sich dies mit der Entwicklung eines Familientleitbildes gut umsetzen. Dadurch weiß jedes Familienmitglied, worum es in der Familie geht, welche Werte und Prinzipien Vorrang haben und wonach sich der Alltag ausrichtet.

    Das Erstellen eines Familienleitbildes braucht Zeit und kann auch über mehrere Monate langsam Gestalt annehmen. Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder, je nach ihren Möglichkeiten, mit einbezogen werden. Unterschätzt dabei die Kleinsten nicht! Hilfreich kann ein großes Zeichenblatt sein, wo ihr Stichwörter, Bilder, Zeichnungen oder ähnliches festhalten könnt. Der Entstehungsprozess des Leitbilds ist ebenso wichtig wie das Ergebnis!

    Das Leitbild unterstützt die Kinder dabei, ein Gefühl für die Identität, die Werte und die Vision ihrer Familie zu bekommen. Der Prozess darf gerne auch Spaß machen! Überlegt euch einen schönen Ausflug, gutes Essen, ein tolles Spiel, bei dem ihr Ideen sammeln könnt.

    Ist es einmal fertig und in Worte gefasst, mit denen alle einverstanden sind, gestaltet es gemeinsam und hängt es gut sichtbar zuhause auf. So kann man sich stets erinnern und gegenseitig ermutigen, am Leitbild festzuhalten.

    Hier findest du einige Fragen, die euch als Familie dabei helfen können, ein Leitbild zu formulieren:

    • Was für eine Familie wollen wir wirklich sein?
    • Was wollen wir gemeinsam tun?
    • Wie soll die Atmosphäre bei uns zuhause sein?
    • Wie sollen wir in unseren Beziehungen zueinander sein?
    • Wie wollen wir miteinander umgehen und reden?
    • Welche Ziele stehen für unsere Familie an oberster Stelle?
    • Welche einzigartigen Talente, Gaben und Fähigkeiten haben die einzelnen Familienmitglieder?
    • Welche Verantwortlichkeiten haben wir als Mitglieder in unserer Familie?
    • Von welchen Prinzipien und Richtlinien wollen wir uns als Familie leiten lassen?
    • Wer sind unsere großen Vorbilder? Was gefällt uns an ihnen?
    • Welche Familien finden wir toll? Weshalb bewundern wir sie? Wie können wir als Familie einen Beitrag für andere und die Gesellschaft leisten?

    Damit du dir auch vorstellen kannst, wie so ein Leitbild aussehen kann, hier ein Beispiel aus dem Buch:

    Ein Zuhause schaffen, in dem jeder von uns Unterstützung und Bestärkung zum Erreichen seiner Lebensziele bekommt. Die einzigartige Persönlichkeit jedes Einzelnen respektieren und akzeptieren. Geduld und Verständnis füreinander haben. Konflikte immer lösen und keine Wut aufstauen.
    Ein liebevolles, freundliches und glückliches Miteinander fördern.
    Gemeinsam als Familie dazu beitragen, die Gesellschaft zu verbessern.

    Wir arbeiten nun seit etwa einem Jahr an unserem Leitbild. In unserer Küche hängt ein A3 Blatt, worauf sich mittlerweile ein Familienwappen, ein Hausname und unsere verschiedene Grundsätze befinden, die uns besonders wichtig sind. Von Zeit zu Zeit besprechen wir das Bild und ergänzen es, wenn uns etwas Neues in den Sinn kommt. Es ist ein Prozess und es macht Freude, dieses Blatt jeden Tag in unserem Alltag zu sehen. Unsere Kinder sind noch recht klein und doch wissen sie schon genau, wofür das Wappen steht (wer uns kennt, weiß: Es ist ein Hase. Doch das ist eine andere Geschichte…). Ein Satz, den wir besonders oft wiederholen lautet: „Wir sind eine Familie, ein Team. Wenn wir zusammenhalten, können wir alles schaffen.“

    In diesem Sinne wünsche ich dir und deiner Familie eine schöne Reise zu eurem ganz persönlichen Familienleitbild! Melde dich gerne in den Kommentaren, wenn du dazu Fragen oder Erfahrungen teilen möchtest =)

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    Quelle: Die 7 Wege zur Effektivität für starke Familen, Stephen R. Covey

  • ~ Pausentaste ~

    Ein weiteres Key-Learning beim Lesen des 1. Weges von Stephen R. Covey war die Entdeckung der „Pausentaste“. Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit zu entscheiden, wie wir auf einen Reiz reagieren. Laut dem Autor liegt genau in dieser Freiheit unser Wachstum und Glück.

    Wie oft machen wir im Alltag die Erfahrung, dass Gefühle überkochen und diese Freiheit, überlegt und besonnen zu handeln, wie ein ferner Traum klingt?

    Der Schlüssel zu diesem geheimen Raum zwischen Reiz und Reaktion liegt in einer individuellen Pausentaste. Eine Strategie, die wie eine Türöffner zu diesem geheimen Raum funktioniert, denn allzu oft rasen wir vom Reiz an der geschlossenen Tür vorbei zur Reaktion und fragen uns erst im Nachhinein, ob es da nicht noch einen anderen Weg gegeben hätte.

    Wie so Vieles im Leben ist auch die Integration einer Pausentaste in den Alltag ein Prozess. Wenn du die Sehnsucht verspürst, deinen Emotionen nicht ausgeliefert zu sein und vom Reagieren ins Handeln zu kommen, lade ich dich auf diese Reise ein:

    Was gibt es für „Pausentasten“?

    Welche kann für mich konkret funktionieren?

    Was mache ich, wenn es schiefgeht?

    Hier teile ich meine TOP 5  Pausentasten mit dir:

    1. ATMUNG: Für diese Strategie kann ich dir vorneweg empfehlen, Atemübungen schon präventiv in deinen Alltag einzubauen. Dafür gibt es zahlreiche Auswahlmöglichkeiten wie beispielsweise vier Sekunden einatmen, vier Sekunden Luft anhalten, vier Sekunden ausatmen. Atmen mit Fokus auf Körperwahrnehmung – den Atmen an verschiedene Körperstellen schicken. Bauchatmung. Atmen ist deshalb so eine praktische Pausentaste, weil du es ohnehin tun musst. Tust du es aber für diesen einen Moment bewusst, kannst du diese Millisekunden nutzen, um in diesen Raum zwischen Reiz und Reaktion einzutreten.

      Durch regelmäßige Atemübungen lernst du deinem Nervensystem, wie es sich entspannen kann. Du kommst schon weniger schnell in diesen aufgebrachten Zustand und im „Ernstfall“ gelingt das Herunterfahren deutlich schneller. Hierzu gibt es noch sehr sehr spannende wissenschaftliche Hintergründe (Flucht-Kampf-Starre Modus, Regulation des Nervensystems) – wenn du daran Interesse hast, lass es mich gerne wissen, dann verfasse ich darüber gerne mal einen Beitrag!
    2. VISUELLE HELFER: Wenn du ein visueller Typ bist, kann es sehr hilfreich sein, diesen Kanal für dich zu nutzen. Schreib dir beispielsweise ein Codewort auf und platziere es an allen markanten Stellen in deinem Wohnbereich. Oder ein Bild von deinem Kind als kleines Baby. Ein Herzchen auf deine Hand gemalt. Ein Kreuz, oder ein für dich bedeutsames Bild.
    3. AUGEN SCHLIEßEN: Das hilft mir dabei, mich auf mich selbst zu konzentrieren und bei mir zu bleiben. Ich trenne mich kurz von meiner Umgebung und nehme mich wahr. Außerdem beobachte ich, dass ich häufig automatisch tief einatme sobald ich die Augen schließe.
    4. GLAUBENSSÄTZE: In manchen Situationen kann es auch hilfreich sein, bestimmte Sätze für sich selbst zu wiederholen. Beispiele dafür sind aus meinem Alltag:
      – Das Kind  macht es mir nicht schwer, es hat es gerade schwer.
      – Das ist jetzt schwer, aber ich kann das schaffen.
      – Friede beginnt bei mir.
    5. BEWEGUNG: Für körperzentrierte Typen ist Bewegung ein guter Schlüssel. Aufstampfen, Hüpfen, ein paar Mal im Kreis gehen und schon lässt sich wieder klarer Denken. Auch Fäuste ballen und bewusst wieder lösen kann ein Weg sein, um die Aggression aus dem Körper zu schicken. Da vor allem Wut ein recht körperliches Gefühl ist, hilft hier die visuelle Vorstellung auch, dass man sie zum Beispiel aus dem Körper schüttelt oder wie Wassertropfen mit den Händen fortschickt.

    Lass mich gerne wissen, welche Pausentasten du sonst noch kennst oder nutzt!

    Welche für dich konkret funktioniert hat sehr viel mit deinem Charaktertyp zu tun. Lies dir die Liste durch und fühl in dich hinein – bei welchen Punkten spürst du Ruhe, was spricht dich an? Alles Weitere ist Versuch und Irrtum. Probiere es in deinem Alltag aus und mach dir gerne Notizen zu deinen Erfahrungen. Du wirst schon bald herausfinden, wo du wirkliche Veränderungen erzielen kannst. Allem voran empfehle ich dir wirklich an den Atemübungen dranzubleiben!

    Wenn es mal schiefgeht  (und das wird es ganz bestimmt, denn auch du bist ein Mensch und nicht perfekt), dann wünsche ich dir von Herzen, dass du lernst, mit dir selbst gnädig umzugehen. Verurteile dich nicht, sondern richte deinen Blick liebevoll nach innen und frage dich, was gerade passiert ist und warum. Ich mache oft die Erfahrung, dass dieses erste Durchatmen nach einem Gefühlsausbruch, ähnlich wie die Pausentaste, auch wieder ein überlegtes Handeln möglich macht.

    Nutze deine Handlungsfähigkeit und beginne neu. Folgender Satz hat schon sehr viel Heilung gebracht: „Es tut mir leid, ich mag nicht, wie ich das gerade gesagt/ gehandhabt habe. Lass mich bitte neu beginnen!“ Im Moment nach einer Reaktion, mit der wir unglücklich sind, schleicht sich schnell ein Versagensgefühl und Verzweiflung ein. Dieser Satz hat für mich eine unglaubliche Kraft, eine Situation unmittelbar zu entschärfen und neu zu starten. Es macht Gesagtes nicht ungeschehen, aber du bemühst dich um Wiederherstellung der Verbindung. Außerdem können dadurch vor allem auch Kinder von dir lernen, dass es immer einen Weg nach vorne gibt und Fehler wieder gut gemacht werden können.

    Zum Abschluss eine kurze konkrete Situation aus meinem Alltag. Ich bin wirklich sehr geräuschempfindlich und fühle mich von einer lauten Umgebung schnell gestresst. Nun ist es nunmal so, dass hungrige Kinder dies auch lautstark bekannt machen und auch quengelig und laut werden. Manchmal dauert das Kochen etwas länger oder der Hunger ist schneller als die Mama 😉 Ich stehe also am Herd zwischen heißer Pfanne, Brett mit scharfem Messer und zwei süßen, lauten, nörgelnden, am Küchentresen sitzender Kinder. Konstant spüre ich wie sich der Druck in mir aufbaut, mehrmals antworte ich ruhig und plötzlich schießt es aus mir heraus: „Jetzt ist einmal RUHE, sonst gibt es GAR NICHTS zu essen.“ Als Antwort bekomme ich zweistimmiges, ebenso lautstarkes Weinen. In diesem konkreten Fall nutzte ich Pausentaste 1 +3. Durchatmen, Augen schließen, nochmal durchatmen. „Kinder, es tut mir leid. Was ich gerade gesagt habe und dass ich so laut war, wollte ich nicht. Lasst mich das bitte neu versuchen. Ich fühle mich gestresst und brauche noch fünf Minuten bis das Essen fertig ist. Ich höre, dass ihr hungrig seid, da geht es mir genauso. Warten ist schwer, aber gemeinsam schaffen wir das. “

    Wie immer freue ich mich, wenn dieser Beitrag die eine oder andere Inspiration für DICH bereithält. Ich bin so unendlich dankbar für die Chance, immer weiterwachsen zu dürfen. Schön, dass du mit auf dem Weg bist =)

    #pausentaste #dergeheimeraum #freiheit #handelnstattreagieren #proaktiv #7wege #starkefamilien #verbindung #selbstwahrnehmung #strategien # reparieren #alltag #gemeinsam #hilfe #hinsehen #gesundheit #psychisch #physisch #ganzheitlich #mamaalltag  #wachstum

  • ~ Pro-Aktiv: Bedürfnisdetektiv~

    „Pro-Aktiv Sein“ – der erste Weg, den Stephen R. Covey in seinem Buch „Die 7 Wege zur Effektivität für starke Familien“ beschreibt, hat mich persönlich sehr in meiner Selbstverantwortung gestärkt. Für mein Wohlbefinden und meine Bedürfnisse übernehme ich die Verantwortung und hole mir gezielt Hilfe, wo es nötig ist. Ich bin kein Opfer meiner Umstände und es gibt tatsächlich immer etwas, das ich durch mein eigenes Denken und Handeln positiv verändern kann. Und sei es nur mein innerer Umgang mit einer schwierigen Situation.

    Die Kommunikation mit mir selbst, die sich lange vorwurfsvoll und kritisch gestaltet hat, versuche ich nun danach auszurichten, wie ich mit einer Person sprechen würde, die ich liebe. Denn nicht nur mit unserem Gegenüber erreichen wir mehr, wenn wir einen einfühlsamen und wertschätzenden Umgang pflegen. Auch mit mir selbst bemerke ich deutliche Fortschritte in meiner Entwicklung seit ich begonnen habe, mich liebevoll an der Hand zu nehmen und wirklich hinzuschauen, was in mir vorgeht.

    Er beschreibt vier Gaben, die der Mensch für sich nutzen kann, um auf diesem Weg zu wachsen. Diese sind Selbstwahrnehmung, Gewissen, Vorstellungskraft und der freie Wille. Durch sie gewinnen wir die Fähigkeit, auf der Grundlage unserer Prinzipien und Werte zu handeln, statt nur auf Gefühle und Umstände zu reagieren.

    Heute möchte ich mich besonders auf die Selbstwahrnehmung fokussieren. In meinem Alltag als Mama reagiere ich vor allem dann leicht über, wenn meine eigenen Bedürfnisse nicht erfüllt sind.  Dabei spreche ich von körperlichen Grundbedürfnissen wie Schlaf, Nahrung, Atmung oder Trinken, aber auch seelischen Grundbedürfnissen wie Genuss, Verbundenheit, Selbstwert erleben und Orientierung/Struktur.

    Oft fehlt die Zeit und Übung, um sich selbst im Alltag gut wahrzunehmen. Auch bei unseren Kindern steckt hinter einer großen Reaktion, einem Wutausbruch, Hauen oder Beißen häufig ein unerfülltes Bedürfnis. Es gilt herauszufinden, welches das ist und wenn möglich, zu erfüllen.

    Hierzu eine persönliche Empfehlung zum Anhören gemeinsam mit den Kids „Die Bedürfnisdetektive“ – von Mira und das Fliegende Haus:

    https://open.spotify.com/episode/4vcF2RF8XAZgq4jSW72vit?si=dbefb47301ea453f

    Phasenweise ein oder mehrere Bedürfnisse hinten anzustellen gehört zum Leben (…besonders von Eltern), doch dauerhaft „unterernährt“ zu sein, frisst sehr viel Energie und schadet nicht nur der physischen und psychischen Gesundheit, sondern auch unseren Beziehungen. Der Blick nach innen ist ein entscheidender Gamechanger im Umgang mit uns selbst und anderen. Früher war ich sehr hart zu mir, wenn ich die Fassung verlor und meine Wut mich überrannte. Ich neige dazu, mich selbst zu verurteilen und darin stecken zu bleiben. Mich selbst an der Hand zu nehmen und liebevoll zu führen, darf ich lernen. Es ist eine ganz andere Erfahrung und bringt so viel Heilung für mich und meine Familie mit sich.

    Im Sinne von Stephen R. Covey habe ich nun noch einen weiteren Schritt machen dürfen. Durch das Reflektieren und Wahrnehmen von mir selbst in „Reaktions“-Situationen, habe ich erkannt, welche Bedürfnisse mir besonders wichtig sind beziehungsweise wo ich mich dauerhaft unerfüllt fühle. Wenn ich nun pro-aktiv und im Austausch mit meiner Familie transparent kommuniziere, was ich brauche, gelingt es mir besser, meine Bedürfnistanks ausreichend gefüllt zu halten.

    Außerdem habe ich verschiedene Strategien für den Alltag gefunden, wie ich so manches Bedürfnis auch mit meinen Kids stillen kann. Wir besprechen das auch gemeinsam und reflektieren, wenn uns etwas gut oder eben auch nicht gut getan hat.

    Natürlich gelingt das nicht ausnahmslos und den einen oder anderen Wutausbruch gibt es auch heute noch. Gestillte Bedürfnisse sind ein Teil des Puzzles für ein gutes Miteinander in der Familie. Es lohnt sich auf jeden Fall, selbst zum Bedürfnisdetektiv zu werden und die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, zu benennen und konkrete Strategien zu finden, um sie zu stillen.

    Wenn du ein paar meiner Beiträge verfolgt hast, weißt du mittlerweile, wie gern ich konkrete Workbooks liebe, die eine praktische Umsetzung im Alltag leichter machen. Also bekommst du auch hier wieder eine kostenlose Ressource für deinen persönlichen Bedürfnischeck!

    #bedürfnisse #proaktiv #7wege #starkefamilien #selbstwahrnehmung #strategien #alltag #gemeinsam #hilfe #bedürfnisdetektiv #hinsehen #gesundheit #psychisch #physisch #ganzheitlich #mamaalltag #workbook #wachstum

  • ~ Social Media Pause~

    Chaos. Wenn sich jemand, so wie ich, erst im Jahre 2021 dazu entschließt das erste Mal auf Instagram aktiv zu werden, entsteht erst einmal Überforderung. Das Angebot, die Schnelligkeit und Flut an Informationen muss erst einmal gegliedert und verarbeitet werden. Ohne Struktur und geplante Abläufe verliere ich mich schnell in den Untiefen von Facebook, Instagram und Co.

    Inwiefern möchte ich auf Social Media aktiv sein?

    Welche Inhalte teile ich?

    Wieviel Zeit investiere ich auf den verschiedenen Kanälen?

    Für mich persönlich ist es auch noch wichtig, zu hinterfragen, welchen Content ich selbst gerne und authentisch erstellen und teilen möchte. Es ist für mich nicht tragbar dem Algorhythmus zu Liebe Stories zu erstellen, bei denen ich mich selbst nicht wohlfühle. Ebenso mit den Bildern, die ich teile. Nur weil es funktioniert heißt das nicht, dass ich mich  gezwungen fühlen muss, zum Beispiel meine Kinder auf Social Media zu zeigen. Auf Dauer wird guter, regelmäßiger Content hinter dem ich authentisch stehen kann zu mehr Zufriedenheit führen als wenn ich mich verbiege. Etwa einmal monatlich schreibe und teile ich einen neuen Beitrag. Das ist nicht viel, aber es ist aktuell das Maß, das mir entspannt möglich ist und Freude macht.

    Da ich gerade in Karenz bin und zwei sehr kleine Kinder habe, dient mir Social Media zuallerst auch dazu, um guten Content für das Leben mit Kindern und persönliches Wachstum zu konsumieren. Außerdem nutze ich die Plattformen, um meine Herzensthemen zu teilen. Dabei habe ich mich für drei Themen entschieden, auf die ich mich konzentrieren möchte: Starke Familien, Persönliches Wachstum und Bücher. Die Aktivität auf Social Media dient mir persönlich nicht zu Marketing-Zwecken oder finanziellem Gewinn. Für mich geht es darum, eine Plattform zu finden, wo ich teilen kann, was ich lerne und wofür ich als Mensch brenne. Außerdem gelingt dadurch eine Vernetzung und Austausch mit Gleichgesinnten. Als Mama von zwei kleinen Kindern ist mir das im realen Leben oft nur eingeschränkt möglich und ich bin sehr dankbar für wirklich gute Infos, die ich auf Instagram gefunden habe.

    Um auf der positiven Seite von Social Media zu bleiben und nicht zu viel Zeit zu investieren, nutze ich einen App-Timer. Dadurch beschränkt sich die tägliche Zeit der App-Nutzung auf zehn Minuten. Das lässt sich gut mit meiner Familie und meinen Werten vereinbaren, da ich meinen Kindern keine „Mama-hinter-dem-Bildschirm“ sein möchte.

    Nun zum Punkt des Beitrags: die Social Media Pause.

    Nach der erhöhten Präsenz auf Social Media für die Arbeit beim Mama-Kongress spürte ich deutlich, dass mir das zu viel war. Täglich Content zu posten und Stories zu erstellen hat mich erschöpft und mir nicht gut getan. In dem Moment, wo ich die App öffnete war ich schon genervt und entmutigt von den vielen lächelnden Frauen, die das alles so „scheinbar easy“ hinbekommen. Tatsächlich folge ich nur wenigen Kanälen (ich stelle eine Auswahl am Ende kurz vor), die ich regelmäßig anschaue und habe viel aussortiert, wo ich merkte, es tut mir nicht gut oder verursacht Stress. Ich rate dir und ermutige dich: Wenn dir etwas nicht gut tut – einfach entfolgen. Mittlerweile gibt es schon einige Menschen, die sich für mehr Realität auf Instagram einsetzen und authentisch auch die Schattenseiten und Täler ihres Lebens teilen. Hut ab! Es ist schwer, sich vor vertrauten Menschen verletzlich zu machen. Doch so ermutigend, wenn auch Schwächen und Wunden einen Platz bekommen und sein dürfen.

    Die Pause war für mich ein Reset. Ganz loslassen und neu beurteilen, welchen Platz Social Media in meinem Leben hat und wie ich damit umgehe. In den ersten Tagen wanderte mein Daumen manchmal fast automatisch an den Platz, wo die gelöschte Instagram App gewesen war. Doch nach etwa einer Woche hat auch das aufgehört und ich habe es sehr genossen und wenig vermisst.

    Das wahre Leben ist hier und jetzt. Social Media kann ein tolles Werkzeug aber auch eine Gefahr für unser tatsächliches Sozialleben, unseren Selbstwert und den Realitätsbezug sein. Die Nutzung braucht für mich persönlich einen Routenplan und ein klares „Warum“, damit es eine Bereicherung sein kann.

    Wenn du dich auch mit deinem Social Media Konsum auseinandersetzen möchtest kann ich dir die Podcastserie von „Risen Motherhood“ wärmstens empfehlen!  

    https://www.risenmotherhood.com/socialmedia

    Das Workbook zum Beitrag kannst du hier herunterladen – es ist inspiriert vom Social Media Workbook des Podcasts und enthält eine Bestandsaufnahme und Hilfestellungen für deinen  persönlichen Routenplan für den Social Media Konsum!

    Hier noch ein paar Instagram Empfehlungen – englische Accounts, die mich wirklich bereichern:

    @wholeheartedhome – Alyssa Schwarz erstellt Inhalte über Re-Parenting, einen guten Umgang mit sich selbst, Respectful Parenting, sie erzählt ehrlich aus ihrem Alltag als Dreifachmama und wie sie damit umgeht

    @laurawifler – Laura Wifler gibt tolle Impules über das Leben mit Kind mit Beeinträchtigungen, schreibt seit neuestem tolle Poesietexte und teilt ihre Gedanken über Mutterschaft und den Glauben

    @breabird – Breanne Rodgers schreibt wunderschöne Texte, liebt Tolkien und spricht authentisch über ihren Weg mit einer chronischen Krankheit (und wie sie zu ihren wunderschönen Locken kam… ;))

    – und noch ein paar deutschsprachige Accounts:

    @inka.hammond – Inka Hammond gibt schöne Kurzinputs, auch lustige Reels mit Tiefgang und Input zur Identität als Tochter Gottes

    @mamapsychologie – Isabel teilt wertvolle Infos und auch Ermutigungen für den Mama-Alltag, für mehr Verständnis und Fürsorge für uns selbst, das Erkennen und Benennen eigener Bedürfnisse sowie der unserer Kinder

    @drjohanneshartl – Johannes Hartl teilt schlichte Kurzinputs mit dem Fokus auf Sinn, Verbundenheit & Schönheit, auch hilfreiche Fragestellungen und Überlegungen, die zum Nachdenken anregen

    @veronikalohmer – Veronika Lohmer lebt ein Leben voll Lobpreis, bringt tolle und vor allem ehrliche Impulse über Mutterschaft und das persönliche Wachstum

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Andrea

    Danke für deine Echtheit! Hat mich sehr ermutigt =)

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